Load Balancing in Azure with LoadMaster

Die Microsoft-Azure-IaaS-Plattform macht es möglich, Anwendungen einfach in der Microsoft-Cloud bereitzustellen. Bestehende On-Premise-Anwendungen können ebenso nahtlos in Azure überführt werden, wodurch die für Technologien zuständigen Entscheidungsträger von mehr Skalierbarkeit, Flexibilität und einer Umwandlung von Investitionen in Betriebskosten profitieren. Wenn Microsoft Azure in die Hybrid-Cloud-Strategie eines Unternehmens integriert wird, ergeben sich zahlreiche spannende Vorteile!

  • Azure kann Ihrem Unternehmen mehr Flexibilität bieten
  • Mit Azure können Sie Entwicklungsziele leichter erreichen
  • Azure vereinfacht die Integration von On-Premise-Anwendungen und -Daten

Eine hohe Verfügbarkeit und die Möglichkeit zur Disaster-Recovery sind für Anwendungsinfrastrukturen von höchster Bedeutung, da andere wichtige Faktoren wie Leistungsfähigkeit und Performance negiert werden, wenn Dienste entweder nicht verfügbar sind oder im Falle einer Beeinträchtigung oder eines Versagens verschiedenster Instanzen nicht schnell wiederhergestellt werden können. Während die Azure-Plattform ein natives, grundlegendes Applications-Load-Balancing ermöglicht, steigert der LoadMaster von KEMP diese Möglichkeiten deutlich und ergänzt sie mittels echter Layer-7-Anwendungsbereitstellung. Wird der LoadMaster für Azure mit der als GEO bekannten GSLB-Funktion kombiniert, ermöglicht dies eine hohe Verfügbarkeit für On-Premise- und cloudbasierte Anwendungspools sowie eine intelligente globale Traffic-Verteilung über mehrere private Cloud-Infrastrukturen und Azure, um äußerst robuste, skalierbare und intelligente Anwendungsinstallationen zu unterstützen.

Die enge Beziehung zwischen KEMP und Microsoft und unser Bekenntnis zu einer verbesserten Integration in Microsoft-Plattformen wie Azure und die zugehörigen Produktivitätsanwendungen gewährleisten ein optimales durchgängiges Nutzererlebnis für unsere gemeinsamen Kunden.

Der LoadMaster-Load-Balancer/ADC für Azure kann direkt in Azure einfach bereitgestellt, konfiguriert und verwaltet werden.

  • Einfach aus VM Depot im Azure-Verwaltungsportal bereitstellen
  • LoadMaster übernimmt öffentliche/private Endpunktfunktion für Dienste
  • Instanzen des Anwendungsservers mit LoadMaster für Azure verbinden
  • Load-Balancing der Anwendung mit App-Bereitstellungsfunktionen des LoadMasters starten

Vergleichen Sie den eingebauten Azure-Load-Balancer mit dem KEMP-LoadMaster für Azure

  Azure-Load-Balancer KEMP-LoadMaster für Azure
Anwendungsspezifisches L7-Load-Balancing    
Hohe Verfügbarkeit der Anwendung  
Nutzung Traffic-Manager
 
Nutzung GEO
Anwendung für Hybrid-Szenario    
Nutzung GEO
Balancing-Methoden Nur Round Robin L4/L7
Server-Persistenz   L4/L7 (Cookie und mehr)
SSL-Terminierung/-Offload    
Erkennung der Verfügbarkeit von VM-Ressourcen    
Verteilung nach bestehenden Verbindungen (Least Connection Scheduling)    
Basic-Tier-Load-Balancing bei VM    
Standard-Tier-Load-Balancing bei VM    
Network Level L4 load balancing    
Load balance across Azure VNET regions  

 
(Internal Azure and external network)

Content Caching/Compression    
Web application Firewall Protection    
Single Sign On    
SmartCard(CAC) / Certificate Authentication    
LDAP Authentication    
Radius Authentication    
Kerberos Constrained Delegation Support    

Einführung Load-Balancing bei Microsoft Azure

Bevor wir eine LoadMaster-VM in Azure erstellen, ist es wichtig, zu verstehen, wie sich der Traffic bewegt, damit virtuelle Maschinen in Microsoft Azure entsprechend konfiguriert werden können.

IaaS-Lösungen in Microsoft Azure akzeptieren Traffic nur von veröffentlichten Endpunkten. Jede Anfrage, Zugriff auf Microsoft-Azure-Workloads zu erhalten, wird durch die standardmäßige Load-Balancing-Ebene der Microsoft-Azure-Plattform geleitet. Abbildung 1-1 zeigt den Standardeinsatz ohne Nutzung des KEMP-LoadMasters in Azure.

Abbildung 1-1: Load-Balancer von Microsoft Azure

Jedes veröffentlichte Arbeitspaket besteht aus einem Cloud-Service, der entweder eine einzelne virtuelle Maschine (VM) oder mehrere VM darstellt. Wird eine VM eingerichtet, haben Sie, sofern ein Cloud-Dienst verfügbar ist, die Möglichkeit, die VM an einen bestehenden Cloud-Dienst anzubinden. Werden weitere VM an eine bestehende VM (und damit an einen bestehenden Cloud-Service) angebunden, verteilt der eingebaute Load-Balancer von Microsoft Azure die Verbindungen, wenn ein lastverteilter Endpunkt erstellt wird.

Wenn Sie für Ihre Zwecke den LoadMaster für Azure nutzen wollen, sind die folgenden Schritte auszuführen:

  1. Der LoadMaster für Azure muss zuerst installiert werden, indem der erforderliche Cloud-Service geschaffen wird.
  2. Dann können alle virtuellen Maschinen erstellt werden, für die ein Lastenausgleich mit dem LoadMaster geplant ist. Diese werden an die bestehende LoadMaster-VM angebunden, um die erforderliche Gruppierung zu erzielen.
  3. Bei der Erstellung der Endpunkte können wir keinen Load-Balancing-Traffic an einer bestehenden Endpunktoption nutzen, da wir nicht den Load-Balancer von Microsoft Azure für den Lastenausgleich der eingehenden Verbindungen nutzen wollen. Abbildung 1-2 zeigt den Traffic-Verlauf beim Einsatz des LoadMasters für Azure:

Abbildung 1-2: LoadMaster für Azure

Beachten Sie, dass VM1, VM2 und VM3 in diesem Beispiel in einem einzigen Cloud-Dienst gruppiert sind und der Endpunkt für veröffentlichte virtuelle Dienste nur auf der LoadMaster-VM erstellt wird. Dadurch kommt der gesamte lastverteilte Traffic auf die LoadMaster-VM und es wird eine Logik zum Lastausgleich eingehender Verbindungen angewandt, wie sie auf dem LoadMaster für ein bestimmtes Arbeitspaket konfiguriert wurde.

Beachten Sie auch, dass VM1, VM2 und VM3 keine Endpunkte haben, da sie nicht direkt im Internet veröffentlicht werden.